Mein Weg aus der Erschöpfung in die innere Balance.
Als das Leben leise schwerer wurde
Ich ging immer mit Leichtigkeit durch das Leben und machte mir nicht viele Gedanken über die Zukunft. Das änderte sich schlagartig nachdem ich nach mehreren Jahren in der Medienbranche sesshaft wurde. Mein größtes Glück ist und bleibt mein Mann - und natürlich unsere Kinder. Als ich ihm begegnete, veränderte sich etwas in mir, leise und zugleich tiefgreifend. Gefühle tauchten auf, die ich lange nicht einordnen konnte, die keinen Namen hatten und mich doch ganz erfassten. Meine damalige Psychotherapeutin sagte einmal, er habe mir mein Herz geöffnet - und genau so fühlte es sich an.
In mir begann sich etwas zu bewegen, etwas, das ich lange nicht greifen konnte. Und doch lief ich weiter, Schritt für Schritt, durch mein Leben - funktionierend, verlässlich, nach außen hin stark, während sich in meinem Inneren so vieles neu ordnete.
Mit 30 begann ich mein Studium an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung und wurde Polizeibeamtin - und das bin ich auch heute noch (wieder) sehr gerne. Kurz nach meinem Studium wurde 2013 unser Sohn geboren. Mit ihm wuchsen nicht nur meine Aufgaben, sondern auch meine Sorgen und Ängste - und diese schwer greifbare innere Gefühlswelt wurde präsenter.
Als ich 2018 unsere Tochter zur Welt brachte, wuchs gleichzeitig eine Erschöpfung, die lange unterschätzt blieb.
Dennoch habe ich weitergemacht, getragen von Verantwortung, dem Willen und tiefem Wunsch, allem gerecht zu werden. Einige Jahre später wurde ich von einer heftigen Panikattacke völlig aus der Bahn geworfen. Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, was da eigentlich in mir passiert ist.
Der Weg zurück zu mir
Irgendwann kam der Moment, in dem ich spürte: So wie bisher kann und möchte ich nicht weitermachen. Nicht gegen mich selbst, nicht an mir vorbei. Nach und nach wurde mir klar, wie viel ich über die Jahre getragen hatte - wie voll mein innerer Rucksack geworden war. Und dass ich beginnen durfte, ihn Stück für Stück zu leeren. Behutsam, in meinem Tempo.
Lange Zeit dachte ich, Verstehen sei die Lösung. Doch erst als ich den Weg von der Psychotherapie hin zur ganzheitlichen Arbeit und Hypnose mit meiner wundervollen Heilpraktikerin für Psychotherapie ging, veränderte sich alles. Ich begriff: Der Ursprung eines Problems im Kopf zu kennen, ist das eine - das Gefühl an der Wurzel zu lösen, das andere.
Ich begann, mich auf eine andere Weise kennenzulernen - ehrlicher, tiefer, behutsamer. Die Arbeit mit meinen inneren Anteilen wurde dabei zu einem entscheidenden Schlüssel. Plötzlich bekamen Gefühle, Reaktionen und alte Muster eine Stimme. Ich lernte, hinzuhören, statt weiter zu funktionieren.
Schicht für Schicht durfte sich lösen, was lange in mir gewirkt hatte - Ängste, innere Spannungen, alte Prägungen. Es war kein schneller Weg und kein gerader. Aber es war mein Weg. Heute gehe ich mit mir anders um. Bewusster. Verbundener. Und mit einem Verständnis für mich selbst, das ich lange nicht hatte. Nicht perfekt - aber echt. Und genau darin liegt für mich die größte Veränderung. Ich bin wieder belastbar. Nicht, weil nichts mehr da ist - sondern weil ich gelernt habe, die leisen Signale meines Körpers frühzeitig wahrzunehmen. Immer wieder innezuhalten. Hinzuspüren. Und ehrlich zu mir zu sein, was gerade möglich ist - und was nicht.
Heute - aus Erfahrung gewachsen
Aus dieser Erfahrung heraus, ist auch mein heutiger Weg entstanden - der Wunsch, nicht nur für mich, sondern auch für andere Räume zu öffnen, in denen echte Veränderung möglich wird. Ich habe verstanden, dass ich mir mein "Urvertrauen" nachbauen durfte. Mein Nervensystem wusste noch nicht, dass ich sicher bin und die Welt okay ist. Ich war nicht in der Lage Stürme abzufangen. Ich habe gelernt mein "Window of Tolerance" ist eben ein anderes. Ich durfte erfahren, dass mein Nervensystem Stress eben nicht einfach so verarbeiten kann, ohne in Panik oder Erstarrung zu verfallen. Mein Toleranzfenster war durch frühe Belastungen eben sehr schmal. Heute weiß ich, ich musste diesen schweren Weg gehen und habe mir damit eine tiefe Empathie und emotionale Intelligenz erarbeitet. Ich habe mir meine heutige Gelassenheit aktiv verinnerlicht.
Ich habe mich weitergebildet zur Fachberaterin für holistische Gesundheit mit den Schwerpunkten Ernährung und Lifestyle, zur Anwenderin der Mental Screenshot Technique (MST) sowie zur Stressbewältigungs- und Achtsamkeitscoachin.
All das verbinde ich heute mit dem, was ich selbst erlebt und verstanden habe - achtsam, ganzheitlich und auf Augenhöhe.

Was ich sonst noch mache
In meiner Freizeit bin ich recht sportlich unterwegs. Seid meiner Kindheit spiele ich Tennis und habe auch hier meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Auf dem Platz begleite ich Spieler dabei, ihr technisches und taktisches Spiel weiterzuentwickeln und ihr Potenzial bestmöglich auszuschöpfen. Auch hier verbinde ich beide Bereiche: Coaching im Kopf und Coaching auf dem Platz - mit dem Ziel, Spieler ganzheitlich stärker zu machen.
Meine Qualifikationen
- C-Tennis-Trainerin, Breitensport, DTB
- B-Tennis-Trainerin i.A., DTB
- Fachberaterin für holistische Gesundheit, Akademie der Naturheilkunde, Schweiz
- Stressbewältigungs- und Achtsamkeitscoach, fitmedi Akademie
- Mental Screenshot Technique, Melle Siegfried
- Psychologische Beraterin i.A.



